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12

Mai

2010

Wir kontrollieren nicht mehr die Medien, sie kontrollieren uns

  Heute gab es einen Ausfall der DNS Server im Internet. Die Folge davon war, dass viele Menschen ohne Internet da standen bzw. viele Seiten nicht angesurft werden konnten. Und es traf auf fast alle deutschen Seiten zu, dass sie nicht ansurfbar waren. Ein sehr massives und großes Problem. Ähnlich wie bei dem Mobilfunkausfall bei T-Mobile zeigte sich, wie abhängig wir mittlerweile von diesen Medien geworden sind. Es geht nichts mehr ohne. 

Die Kommunikation bricht zusammen. Zum anderen geht es aber nicht nur bei den neuen Medien so, auch die traditionellen nehmen uns sehr stark in Anspruch. Was wäre, wenn es einen Tag kein Fernsehen gäbe? Viele Familien wüssten wahrscheinlich gar nicht, was sie tun sollten. Bei manchen Leuten bricht vielleicht Streit aus. Bei Anderen besteht vielleicht die Möglichkeit, dass sie seit Jahren das erste Mal wieder richtig ernsthaft reden.

Es ist nicht ganz so krass wie im Film IRobot, aber die Ansätze lassen sich sehen. Nicht wir kontrollieren die Medien, auch wenn uns das suggeriert wird, sondern die Medien kontrollieren mittlerweile uns. Viele besonders onlineaffine Menschen schauen morgens zuerst bei Twitter und Facebook rein, bevor sie sich wichtigen Aufgaben widmen. Auch bei mir traf das eine Zeit lang zu. Mittlerweile hat sich das aber auch etwas gewandelt. Dadurch, dass ich es gelernt habe, viel mehr Menschen zu schätzen und das Gespräch mit ihnen lege ich oft bewusst das Smartphone weg oder schalte den Laptop aus, um einfach in der Nähe dieser Menschen seien zu können.  Es ist mir mittlerweile sehr wichtig, diesen Kontakt zu pflegen. Denn wir sollten uns nicht davon beherrschen lassen, was uns das Netz oder andere Medien aufdiktieren.

 

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